Weather Journal

Projekt & Methode

Das Wetterfühligkeits Journal hilft Menschen, eigene Wahrnehmungen strukturiert festzuhalten und später mit dem tatsächlich beobachteten Wetter am gewählten Ort und im gewählten Zeitraum zu vergleichen.

Das Journal dient ausschließlich der persönlichen Selbstbeobachtung. Es stellt keine Diagnose, Behandlung oder medizinische Empfehlung bereit.

Was erfasst wird

Ein persönlicher Eintrag verbindet eine freiwillig ausgewählte Wahrnehmung mit Stärke, Zeitpunkt, grobem Standort, erwartetem Wetterphänomen und einem Vorhersagezeitraum. Freitextnotizen bleiben privat.

Die Kategorien schaffen eine einheitliche Struktur, ohne eine gesundheitliche Bedeutung zu behaupten. Nutzer beschreiben ihre eigene Wahrnehmung; das System bewertet keine Person.

Wie der Wettervergleich funktioniert

  1. Der Nutzer erfasst eine eigene Wahrnehmung und eine Wettererwartung.
  2. Der gewählte Zeitraum läuft ab, ohne dass das Ergebnis nachträglich geändert wird.
  3. Stundenwerte von Open-Meteo werden für den gerundeten Standort und das Zeitfenster abgerufen.
  4. Definierte Schwellenwerte für Niederschlag, Luftdruck, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Gewitterindikatoren ergeben Treffer, Teilergebnis oder keinen Treffer.

Das Ergebnis beschreibt nur, ob das erwartete Wetterphänomen im gewählten Zeitraum messbar war. Es belegt keinen medizinischen oder kausalen Zusammenhang.

Karte und Community

Die Karte zeigt zusammengefasste Signale in einem gewählten Umkreis. Öffentliche Meldungen werden räumlich gerundet und aggregiert. Exakte Standorte, Identitäten und persönliche Notizen erscheinen nicht auf der Karte.

Rangstufen beziehen sich auf die Übereinstimmung früherer Wettererwartungen mit späteren Wetterdaten. Sie sind ein spielerischer Qualitätsindikator und keine Bewertung der Gesundheit oder Glaubwürdigkeit einer Person.

Kollektives Schwarmwissen

Viele freiwillige, räumlich gerundete Meldungen können kollektives Schwarmwissen sichtbar machen: Welche Wahrnehmungen und erwarteten Wetterphänomene werden in einer Region zur selben Zeit häufiger genannt? Die App bündelt dieses gemeinschaftliche Erfahrungswissen als anonymisierte, zusammengefasste Trends.

Diese Schwarmintelligenz ist ein zusätzliches Wahrnehmungssignal, keine alternative oder amtliche Wettervorhersage. Die Meldungen stammen nicht aus einem repräsentativen Messnetz und ihre Anzahl, Verteilung und Genauigkeit können stark schwanken. Für Wetter-, Reise- und Sicherheitsentscheidungen bleiben geeignete Wetterdienste und amtliche Warnungen maßgeblich.

So entsteht ein vergleichbares Wettertagebuch

Ein einzelner Eintrag ist eine Momentaufnahme. Aussagekräftiger wird das Journal, wenn Beobachtungen über mehrere Wochen nach demselben Ablauf erfasst werden. Dazu gehören eine möglichst gleichbleibende Stärkeskala, ein klarer Vorhersagezeitraum und eine Wettererwartung, die vor Ablauf dieses Zeitraums festgelegt wird.

  1. Wahrnehmung und Stärke möglichst zeitnah festhalten.
  2. Nur das Wetterphänomen auswählen, das tatsächlich erwartet wird.
  3. Einen realistischen Zeitraum wie 6, 12 oder 24 Stunden festlegen.
  4. Das spätere Ergebnis nicht aus der Erinnerung ergänzen oder umdeuten.
  5. Erst mehrere vergleichbare Einträge gemeinsam betrachten.

Dadurch wird das Journal nicht zu einem Messinstrument für Gesundheit. Es hilft lediglich, die eigene Erinnerung von einer vorab dokumentierten Erwartung zu trennen und wiederkehrende Beobachtungen nachvollziehbar zu machen.

Beispiel einer späteren Auswertung

Eine Person trägt um 08:00 Uhr einen wahrgenommenen Druck im Kopf mit Stärke 5 ein und erwartet innerhalb von 12 Stunden einen deutlichen Luftdruckwechsel. Nach Ende des Zeitfensters ruft das System die verfügbaren Stundenwerte für den gerundeten Standort ab. Wird der definierte Schwellenwert erreicht, erscheint ein Treffer. Liegt die Veränderung nahe am Schwellenwert, kann ein Teilergebnis entstehen.

Dieses Ergebnis sagt nicht, wodurch die Wahrnehmung verursacht wurde. Es zeigt nur, ob die vorher notierte Wettererwartung und die später verfügbaren Wetterwerte nach denselben Regeln zusammenpassen. Schlaf, Stress, Ernährung, Bewegung und viele weitere Einflüsse werden dabei nicht kontrolliert.

Qualitätssicherung und faire Grenzen

  • Vorhersagen werden mit Erstellungszeit und festem Zeitfenster gespeichert.
  • Die Bewertung folgt dokumentierten Schwellenwerten statt einer freien Einschätzung.
  • Fehlende Wetterwerte werden nicht automatisch als falsche Vorhersage gewertet.
  • Öffentliche Kartenpunkte werden gerundet und als Gruppenwerte dargestellt.
  • Testmeldungen sind als Demonstrationsdaten gedacht und keine echten Nutzerberichte.

Auch eine lange Trefferreihe beweist keine Ursache. Sie kann eine persönliche Frage für die weitere Selbstbeobachtung liefern. Bei gesundheitlichen Beschwerden ist eine qualifizierte medizinische Ansprechperson zuständig, nicht dieses Journal.

Was Nutzer aus Mustern ableiten können

Sinnvoll sind Vergleiche wie: Tritt dieselbe Wahrnehmung häufiger vor bestimmten Wetterwechseln auf? Ändert sich die Trefferquote mit einem kürzeren Zeitfenster? Gibt es Monate mit mehr oder weniger Einträgen? Solche Fragen beziehen sich auf die eigene Dokumentation und sollten immer zusammen mit der Anzahl der Einträge gelesen werden.

Nicht sinnvoll sind Aussagen über andere Personen, Diagnosen aus Rangstufen oder die Annahme, eine Wetterlage müsse zwangsläufig eine bestimmte Wahrnehmung auslösen. Die Community-Karte zeigt einen groben Überblick, keine repräsentative Bevölkerungsstudie.

Datenquellen und Grenzen

Die aktuelle Wetteransicht und die nachträgliche Auswertung verwenden Wetterdaten von Open-Meteo. Die Kartendarstellung nutzt OpenStreetMap-Kacheln.

Wettermodelle, Messnetze, gerundete Koordinaten und subjektive Eingaben können unvollständig oder ungenau sein. Ergebnisse sind deshalb Hinweise für ein persönliches Journal, keine wissenschaftliche oder medizinische Aussage.

Datenschutzprinzipien

  • So wenige Pflichtangaben wie möglich.
  • Grobe statt exakter öffentlicher Standortdarstellung.
  • Keine Veröffentlichung persönlicher Notizen oder Identitäten.
  • Kontolöschung und transparente Datenschutzhinweise in der App.
  • Werbedienste bleiben deaktiviert, bis Richtlinienprüfung und eine von Google zertifizierte Einwilligungslösung abgeschlossen sind. Eine spätere Anzeigenplatzierung ist nur auf öffentlichen Informationsseiten vorgesehen, nicht im persönlichen Journal oder neben Community-Signalen.